Skitourenwochenende Pforzheimer Hütte

Mit einem vollem Sektionsbus starteten wir Freitag nach Feierabend in Richtung St. Sigmund im Sellrain. Vom Parkplatz (10 Euro fürs Wochenende) im Tal stapften wir die Rodelbahn bis zur Gleirscheralm. Von dort ging es weiter entlang des Gleirschbach bis zur Materialseilbahn der Pforzheimer Hütte. Während es bisher nur langsam anstieg, warteten auf den nächsten 15 min rund 200 Höhenmeter und ein paar Spitzkehren. Nach weiteren fast flachen 30 min waren wir nach 2:45 h an der Hütte.

Die Pforzheimer Hütte (2308 m)
Der Skiraum befindet sich im kalten Nebenbau, wo auch der Winterraum untergebracht ist. Der Stiefelraum dann in der Hütte. Alles ein wenig eng. Die Hütte selbst hat an einigen Stellen etwas Sanierungsbedarf, vor allem was die sanitären Einrichtungen angeht. Ansonsten gibt es eine sehr gemütlichen Gaststube. Die Einrichtung im Lager ist relativ neu, es ist angenehm viel Platz und auch an genügend Ablageflächen wurde gedacht. Die Informationen zur Hütte sind relativ unübersichtlich auf mehrere Homepages verteilt. Tourenmöglichkeiten findet man nur ein paar auf Alpenvereinaktiv und die Beschreibungen sind so lala. Da sollte man auf jeden Fall einen gedruckten Tourenführer parat haben. Auch andere wichtige Infos sind nirgends zu finden. So gibt es im Stiefelraum keine Hüttenschuhe, zahlen kann man nur bar und rund um die Hütte ist keinerlei Handyempfang. Es gibt wohl ein WLAN. Ob man das als Besucher nutzen kann bzw. was es dann kostet – dazu sah ich auch vor Ort keine Info. Eine Duschmarke kostet 4 Euro. Kaufen darf man aber nur eine, wenn man mindestens zwei Nächte auf der Hütte bleibt. Die Angestellten waren alle nett und hilfsbereit. Nur die Chefin selbst kann es mit Menschen nicht so recht – ihr geht man lieber nach Möglichkeit aus dem Weg.

Gleirscher Fernerkogel
Am Samstag stand für uns der Gleirscher Fernerkogel (Schwierigkeit SS-) mit seinen 3189 Metern auf dem Programm. Beim Start war der Himmel noch etwas zugezogen, doch mit jedem Meter wurde der Himmel blauer. Zunächst wartete ein langer Hatscher auf uns, bei dem es kaum Höhengewinn gab. Das Panorama dafür gigantisch. Zischgeles und Schöntalspitze links, die Sonnwand rechts.

Nach zweieinhalb Stunden waren wir auf 2900 Meter und es wurde nun steil. Einige Spitzkehren, bevor mit Ski nichts mehr weiterging. Also Ski an den Rucksack und zu Fuß aufs nächste Plateau. Ein paar Meter flach und dann wieder steil nach oben. Erneut kamen die Ski auf den Rücken. An einem Felsvorsprung dann Skidepot und nochmal 50 Hm zu Fuß. Steigeisen und Pickel brauchte es an dem Tag nicht, zumindest Steigeisen dürften aber bei eisigen Verhältnissen notwendig sein.

 

Vom Gipfel gab es kurzfristig einen tollen Rundumblick, doch waren die Wolken schneller als ich mein Fairphone fotobereit hatte.

Die Abfahrt war dann traumhaft. Die beiden Steilstücke ließen sich gut fahren, war der Schnee doch schön fluffig. Leider wartete dann vor dem Kaiserschmarrn noch 100 Hm Gegenanstieg zur Hütte.

Am Sonntag ging dann leider nichts Sinnvolles mehr. Es zog leider ziemlich zu und die Sicht war mehr als bescheiden. Dazu oben ordentlich Föhnwind.

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