Alpinmesse Innsbruck 2015

Nachdem ich es letztes Jahr nicht geschafft hatte, wollte ich mir die Alpinmesse in Innsbruck dieses Jahr nicht entgehen lassen. Im Gegensatz zur Outdoor in Friedrichshafen, wo man den kompletten Querschnitt der Freiluftsportarten antraf, fanden sich in Innsbruck nur die bergafinen Firmen ein. Die Anfahrt war ein wenig chaotisch, das Messegelände mitten in der Stadt, Hinweisschilder fehlten und das Messegebäude dazu relativ unscheinbar. Doch der Hubschrauber vor der Tür räumte dann doch alle Zweifel aus. Parkplätze leider Fehlanzeige und nicht als Einziger marschierte ich also dann von einem Einkaufszentrum in der Nähe in Richtung Eingang.

Optisch war die Messe recht skilastig, was im November nicht weiter verwundert. Die einheimischen Marken waren natürlich vertreten, dazu ein “Craftingbereich” wo ein paar kleine Labels ihr Nischenprodukte vorstellten.

Einen “Pflichbesuch” hatte ich quasi bei Frank Selter von Kaipara, mit dem ich mich schon mehrmals treffen wollte und es dann kurzfristig immer nicht klappte. Am Stand hatte er die komplette kleine aber feine Produktpalette dabei. Im Gegensatz zum Stand von Ortovox, wo ich vorher schon war, sind seine Teile nicht so quietschig und schreiend bunt. Zusätzliche Farben gibt es demnächst aber auch bei ihm.

Kaipara auf der Alpinmesse Innsbruck 2015

Interessante Lampen habe ich bei mytinysun aus Aschaffenburg entdeckt. Nicht nur für Radfahrer im Winter sicherlich eine interessante Alternative zu Lupine. Automatische Helligkeitsregulierung, eine Leuchtdauer bis 20 Stunden und ein optionaler zusätzlicher externer Akkupack hören sich gut an. Die Verarbeitung erste Sahne.

Mytinysun auf der Alpinmesse Innsbruck 2015

Bei Black Diamond konnte man dann noch den Lawinenrucksack Jetforce im Einsatz sehen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Systemen wird hier der Airbag nicht durch eine Gaskartusche gefüllt, sondern per Turbine aufgeblasen. Die Vorteile liegen auf der Hand, keine kostspielige Neubefüllung nach einer Auslösung, was dann folglich heißt, dass man auch zu Hause mal am Auslöser zieht und so das Handling viel besser in den Griff bekommt. Vier Auslösungen mit einer Akkufüllung sind bei -27 Grad gewährleistet. Bei Zimmertemperatur sind es ca. zehn. Mehr Sicherheit also auch auf Skitouren, wo wir letzten Winter erst den Fall hatten, dass gleich am Start versehentlich ausgelöst und dann das System für die restliche Tour umsonst mitgetragen wurde. Gewichtsmäßig ist das Teil mit einem ABS-Rucksack mit Stahlkartusche vergleichbar. Preismäßig wird sich noch einiges tun müssen um sich im Markt zu etablieren.

Bevor es dann wieder in Richtung Heimat ging ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, noch eine ganze Weile beim Bouldercup zuzuschauen.

Bouldern bei der Alpinmesse Innsbruck 2015 Bouldern bei der Alpinmesse Innsbruck 2015

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.