Bericht: Drei Zinnen Alpine Run

Bereits am Samstag bei der Ausgabe der Startunterlagen zeigte sich, dass dieser Lauf wohl etwas Besonderes werden würde. Für die 65 Euro (Nachmelde-) Startgebühr gab es eine Tüte voll lokaler Produkte und ein qualitativ hochwertiges Funktions-T-Shirt von Skinfit. Dazu einen Essensgutschein, den man entweder am Samstag bei der Nudelparty oder am Sonntag nach dem Rennen einlösen konnte. Eine Wohltat wenn ich an die Hungerkur im Zielbereich des Irontrails zurückdenke.

Aber das alles war ja nur Nebensache. Ein Lauf in den Dolomiten hoch zu den Drei Zinnen lebt von den Ausblicken und dem fantastischen Panorama. Pünktlich um 10 Uhr gingen so in Sexten (1300m) 1000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Auf 17,5 km Strecke waren nun 1.350 m Höhenunterschied zu bewältigen. Nach einer Runde durch den Ort ging es weiter nach Moos und über das Fischleintal zur Talschlusshütte. Waren die 200 Höhenmeter auf den ersten sieben Kilometer noch zum Aufwärmen gedacht, ging es nun schlagartig zur Sache. Auf den nächsten beiden Kilometer ging es 400 Meter nach oben. An laufen war nicht mehr zu denken und teilweise war man gut beraten, die Hände auf dem schmalen Pfad zur Hilfe zu nehmen. Ab der Zsygmondyhütte wurde es ein klein wenig flacher, doch bis bei Kilometer 14 mit der Büllejochhütte der höchste Punkt der Strecke erreicht war, mussten noch einmal 450 Höhenmeter bewältigt werden.

Bevor die Querung zur Drei Zinnen Hütte (und somit zum Ziel) begann, ging es noch 150 Meter nach unten. Da mir das Laufen bergab ja eigentlich gut liegt, hatte ich Hoffnung, dass ich hier nochmal Gas geben könnte. Doch als ich sah, wo wir da runtergejagt wurden, war diese Illusion schnell beendet. Steil und rutschig war die Wegführung, an laufen kaum zu denken. Das Flachstück und die letzten Meter hoch zum Ziel waren dann aber gut zu laufen und der Zielbogen kam schnell näher. Konsequent hatte ich darauf geachtet, an keiner Stelle den Puls zu weit nach oben zu jagen und immer zwischen 155 und 160 zu halten. So blieb die Uhr dann nach 2h 17min 29s stehen und von 932 Finishern landete ich auf Platz 304.

Gruppenfoto Drei Zinnen Lauf

Die oberpfälzer Fahne hielt Korbinian Schönberger hoch, der mit 1h 34m bester Deutscher und Gesamtsiebter wurde. Außerdem am Start waren für den WSV Nabburg Andreas Hammerl mit 2h 37m, Manfred Lindhof mit 2h 31m und Anita Obermeier mit 2h 38m. Dazu Sabine Ziegler mit 2h 56m vom SV Plößberg.

Drei Zinnen Lauf

Im Ziel gab es dann ein reichhaltiges Kuchenbuffet, wie man es von Triathlons gewohnt ist und nun konnte ich auch endlich mal die Landschaft genießen. Leider war die Sicht nicht mehr so toll und immer mehr Wolken zogen auf. Die Drei Zinnen versteckten sich ein wenig und der kühle Wind ließ uns bald an einen Abstieg denken. Bis zum Shuttlebus an der Fischleinhütte mussten nun nämlich wieder 900 Meter abgestiegen werden. Ein langer Tross schlängelte sich im Gänsemarsch ins Tal, wo just in time der Pendelbus eintraf.

Abstieg ins Tal

Im Startbereich gab es dann in angenehmer Atmosphäre noch ordentlich zu essen und bereits die komplette Ergebnisliste. Alles in allem eine perfekt organisierte Veranstaltung zu sehr fairem Preis. Einziger Wermutstropfen war die Heimreise, die sich aufgrund zahlreicher Staus und Baustellen viel zu lange hinzog.

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