Bericht: Sprint-Triathlon Weiden

Noch zwei Monate bis Roth und so wurde es Zeit, wieder ein wenig Wettkampfroutine zu sammeln. Immerhin bestritt ich meinen letzten Triathlon vor knapp 20 Jahren. Denn nach meiner zweiten Teilnahme in Roth 1996 folgte damals mit Hochzeit und Hausbau recht schnell das vorläufige Ende meiner Triathlonkarriere. 3000 Radkilometer in der laufenden Saison und eine gute Laufgrundlage aus dem Winter standen sechs (kein Witz) Jahresschwimmkilometer gegenüber. So war die Entscheidung schnell gefallen, bei welcher Strecke ich antreten würde. 500 Meter im Schwimmbecken waren noch im Rahmen des Möglichen, auch wenn ich dadurch nachtürlich nur 18 km radfahren und 5 km laufen durfte. Aber da ich eh nicht vorhatte volles Tempo zu gehen waren die kurzen Teilstücke ganz in Ordnung.

90 Minuten vor dem Start holte ich mir also meine Unterlagen, besichtigte die Wechselzonen und stellte schnell fest, dass sich in den letzten zwei Jahrzehnten wenig geändert hatte. Bei der Wettkampfbesprechung stellte sich außerdem heraus, dass damals wie heute wohl nicht das Windschatten fahren das größte Problem für die Kampfrichter ist. Vielmehr ist es noch immer Todsünde Nummer 1 wenn der Helmgurt geöffnet wird, bevor das Rad wieder am Ständer hängt.

Zu acht wurden wir dann auf die Schwimmbahn eingeteilt. Jeder Teilnehmer bekam eine Badekappe in einer anderen Farbe und ich natürlich eine in pink, was die Kollegen natürlich ausgiebig zu kommentieren wussten. Im Becken sprachen wir uns dann ab, wer als erstes schwimmen sollte und wer welche Zeit im Visier hatte. Mit dem Startsignal war das dann natürlich vergessen und in Dreierreihen ging es auf die andere Seite. Ich fand mich dann an Position 7 und sah mir das Ganze erstmal von hinten an. Lediglich ein Brustschwimmer war noch hinter mir. In Bahn drei bekam ich dann einen Schlag gegen die Brille und hatte nun Land unter vor den Augen. Ab dann beruhigte sich das Rennen aber und mit 10:32 stieg ich aus dem Wasser.

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Die Strecke bis zum Rad zog sich ganz schön und es wäre kein Luxus gewesen, wenn der Veranstalter einen Teppich ausgelegt oder zumindest die Straße anständig gekehrt hätte. Aber vielleicht lags auch nur an einer fehlenden Hornhaut, denn man stellte im Nachhinein fest, mein Laufstil hätte wohl an der Stelle recht gut zur Badekappe gepasst… 🙂

Der Wechsel aufs Rad lief ohne Fehler ab und ich fand schnell meinen Rhythmus, soweit das auf dieser Strecke mit drei Haarnadelwenden pro Runde und ordentlich Wind von allen Seiten überhaupt ging. Von Platz 57 nach dem Schwimmen arbeitete ich mich auf Platz 34 nach vorne und hatte sogar den schnellsten Schwimmer unserer Bahn überholt bevor es in die Laufschuhe ging. Beim zweiten Wechsel war ich sehr schnell (Zoot sei Dank) und machte nochmal zwei Plätze gut. Die Ergebnisliste weist für mich einen Radschnitt von 35,8 aus, was ganz ok ist, da die beiden Wechselzeiten auch mit eingerechnet wurden.

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Auf den beiden abschließenden Runden durchs Weidener Schätzlerbad gab ich nochmal Gas. Bereits auf dem ersten Kilometer wurde ich vom Führenden überrundet und hängte mich fast einen Kilometer an den Gesamtzweiten dran, der direkt folgte. In Runde zwei verlor ich dann aber den Überlick, denn es war nicht mehr zu unterscheiden, wer vor mir und noch in Schlagweite war, bzw. wer zur Überrundung anstand. Am Ende blieb die Uhr bei 1:04:33 stehen und durch die achtschnellste Laufzeit (20:29) landete ich noch auf Platz 26 der 84 männlichen Finisher.

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Da die Kurzstrecke (1,5 – 40 -10) 45 min nach uns gestartet wurde, gab es da noch recht viel zu sehen. Nach dem Zieleinlauf galt es also noch die Vereinskollegen und vielen anderen Bekannten anzufeuern. Einen Vereinsbericht gibt es übrigens hier.

Triathlon-Weiden-Gruppenfoto

Fazit: Man verlernts nicht. Die Rad- und Laufleistung ist bereits ok und wird bis Roth sicher noch besser. Was das Schwimmen angeht, so habe ich in diese Woche bereits durchgestartet und meine Jahresschwimmleistung direkt verdoppelt. Da unser Freibad nun auch geöffnet hat bin ich guter Dinge. In zwei Monaten geht doch noch recht viel. Ein Testschwimmen über 2000 Meter beendete ich gestern nach 36:10 und so dürften die anvisierten 1:15 in Roth durchaus machbar sein.

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